State of the Union 2026 – Europa zwischen Krisen und Zukunft

©European Union , 2026
In ihrer Rede zur Lage der Union am 17. September 2026 stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die vielfältigen Herausforderungen und politischen Prioritäten der Europäischen Kommission vor. Vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten, wirtschaftlicher Risiken und der Folgen des Klimawandels betonte sie, dass aus Sicht der Kommission Unabhängigkeit, Zusammenhalt und Innovation entscheidend für die weitere Entwicklung Europas seien.
Zur Stärkung der Versorgungssicherheit und der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit kündigte von der Leyen an, dass die Kommission den Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorantreiben und eine Europäische Gesellschaft für kritische Rohstoffe auf den Weg bringen wolle. Außerdem stellte sie Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zur gezielten Förderung von Innovationen in Aussicht, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern. Beim Klimaschutz hob sie hervor, dass die Kommission besonders gefährdete Regionen stärker zu unterstützen beabsichtigt. Eine Allianz für Klimaversicherungen sowie eine europäische Wasserinitiative sollen nach ihren Angaben dazu beitragen, die Folgen extremer Wetterereignisse abzufedern und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Auch die Digitalisierung rückt weiter in den Fokus. Künstliche Intelligenz wird als Wendepunkt betrachtet, weshalb die Europäische Kommission auf internationale Zusammenarbeit für sichere und vertrauenswürdige KI setzen möchte. Ziel ist es, die Potenziale dieser Technologie für Wirtschaft, Gesundheit und Bildung verantwortungsvoll zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu minimieren. Zudem machte von der Leyen deutlich, dass soziale Gerechtigkeit und Grundrechte aus Sicht der Kommission weiterhin ausschlaggebende Leitlinien bleiben. Investitionen in die Regionen, ein europäischer Pflege-Deal und neue Regeln für den Wohnungsmarkt sollen faire Chancen und soziale Sicherheit für alle schaffen.
In der Außen- und Sicherheitspolitik kündigte von der Leyen an, dass die Kommission die Unterstützung für die Ukraine weiter ausbauen und den Druck auf Russland erhöhenmöchte. Außerdem stellte sie eine neue Sicherheitsstrategie und einen europäischen Sicherheitsrat in Aussicht, mit denen auf aktuelle Bedrohungen reagiert und die Verteidigungsfähigkeit gestärkt werden soll. Darüber hinaus sprach sie sich für verbesserte Beziehungen zu China und eine engere Zusammenarbeit mit Kanada aus.
Beim Thema Migration betonte von der Leyen ebenfalls den Handlungsanspruch der Kommission. Sie kündigte an, illegale Migration durch eine Stärkung von Frontex und einen neuen Krisenreaktionsrahmen besser steuern zu wollen. Ergänzend stellte sie mit dem KIDS ACT europaweite Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien vor, um deren Sicherheit und Wohlbefinden besser zu gewährleisten.
Die Rede zur Lage der Union 2026 macht deutlich, dass die Kommission vor großen Aufgaben steht, aber auf Zusammenhalt, Innovation und klare Werte setzt, um die künftige politische Ausrichtung aktiv mitzugestalten und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu sichern.
Quelle: State of the Union 2026



