Die Herausgeberinnen Renata Cornejo, Zuzana Augustová und Annabelle Jänchen stellen ihr Buch zur Grenze und Grenzüberschreitungen in der deutschen und österreichischen Literatur nach 2000 vor. Das Gespräch richtet sich explizit auch an ein nicht-akademisches Publikum.Das „(Un-)Vereinte Europa“ ist ein dynamischer, konfliktbeladener Erzählraum. Doch wie diskutieren Prosa, Drama und Theater die drängenden Fragen zu Grenzen, Migration und Europa-Konzepten? Antworten aus deutscher, österreichischer und tschechischer Perspektive versammelt dieser Band. Neben realen und literarischen Grenzen sowie Flucht-, Migrations- und Ost-West-Diskursen (u. a. bei Glattauer, Oberholzer, Erpenbeck, Salzmann, Gorelik und Menasse) geht es um Formen des binationalen Kulturtransfers (bei Pařízek, dem Aktionstheater Ensemble, Drama Panorama und in grenzüberschreitenden Theaterprojekten). Analysen europäischer Identität, inter- bzw. transkultureller Literatur und historischer Konflikte stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Rezeption deutschsprachiger Literatur und Dramatik in Tschechien. Weitere Themen sind das postdramatische Konzept und dessen Präsenz auf den heutigen Theaterbühnen sowie die Rolle von Mehrsprachigkeit, Erinnerungskulturen und Identität im deutsch-tschechischen Kontext bei Rudiš und Stavarič.
Moderation: Daniel Schmidt
In Zusammenarbeit mit dem Haus der Wissenschaft.
Im Rahmen des deutsch-tschechischen Kulturfestivals “So macht man Frühling”.
