Ein Abend mit Maksym Butkewytsch, Preisträger des Václav-Havel-Menschenrechtspreises
Maksym Butkevych war in der Ukraine und darüber hinaus lange Zeit bekannt für seinen Einsatz für Menschenrechte, seinen kritischen Journalismus, seine pazifistischen und antifaschistischen Überzeugungen und seine Rolle in der ukrainischen anarchistischen Szene.
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine schloss er sich der ukrainischen Armee an, um gegen die immer weiter vordringende russische Besatzung zu kämpfen. Im Juni 2022 wurde er in der Ostukraine als Kriegsgefangener gefangen genommen, durch Folter zu einem Geständnis gezwungen und zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach 28 Monaten Haft im besetzten Gebiet Luhansk wurde er im Oktober 2024 im Zuge eines Gefangenenaustauschs freigelassen. Seit seiner Freilassung, ist er sehr aktiv geblieben. Er hat bei Veranstaltungen das Wort ergriffen und sich mit Politiker*innen verschiedener Länder getroffen; er hat ein Buch veröffentlicht, weiter geschrieben und wurde mit dem Václav-Havel-Menschenrechtspreis für herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement geehrt.
Maksym Butkevych wird in der Veranstaltung über seine persönlichen Hafterfahrungen berichten und Einblicke in die Psyche seiner russischen Entführer geben. Er spricht mit uns über seinen Aktivismus, seine politischen Ansichten, Solidarität und die internationale Linke. Außerdem wird er die deutsche Ausgabe seines Buches „Am Richtigen Platz“ (2024, Anthea) vorstellen.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Initiative – Rosa-Luxemburg-Stiftung Bremen, Antikriegskollektiv der Russländer*innen in Bremen, Forschungsstelle Osteuropa (FSO) an der Universität Bremen, Unterstützungskomitee Bremen in Kooperation mit dem EuropaPunktBremen.
