Der Konflikt im Nahen Osten endet nicht an den Grenzen Israels und der palästinensischen Gebiete.
Seine Auswirkungen sind längst auch in Europa spürbar: in gesellschaftlichen Debatten, auf
Demonstrationen, in sozialen Medien und in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus,
Islamismus, Radikalisierung und politischer Polarisierung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht Hamza Abu Howidy, palästinensischer Autor und Aktivist,
der 1997 im Gazastreifen geboren wurde. Als junger Mann beteiligte er sich an der
Protestbewegung „We want to Live“, die sich gegen die Herrschaft und Politik der Hamas richtete.
Aufgrund seines Engagements wurde er festgenommen und gefoltert und verließ schließlich den
Gazastreifen. Seine Erfahrungen hat er 2026 in seinem Buch „Muscheln am Strand von Gaza –
Erinnerungen an ein zerstörtes Land Land“ verarbeitet.
In dieser Veranstaltung soll der Bogen von Gaza nach Europa geschlagen werden. Wie entstehen
Radikalisierung und Extremismus? Welche Erfahrungen macht ein Palästinenser, der sich offen
gegen die Hamas stellt? Wie wirkt sich der Nahostkonflikt auf Deutschland und Europa aus? Und
wie können Israelis und Palästinenser sowie ihre Unterstützer in Europa miteinander ins Gespräch
kommen, ohne Extremismus und gegenseitige Feindbilder weiter zu verstärken?

